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Mehr InformationenLiebe Leser:innen, willkommen zur Wochendosis GenX Content!
Diese Woche war eine dieser typischen Januarwochen: Der Himmel über Mecklenburg-Vorpommern zeigte sich mal grauer als inspirierend, und die To-Do-Liste schien länger als die Tage. Doch genau in solchen Phasen – zwischen Glatteis, Regen und Deadlines – entstehen oft die besten Ideen. Und manchmal auch die fragwürdigsten Entscheidungen.
Weniger Fotos, mehr Gedanken – und ein Seitenhieb auf die Bildungspolitik
Mein fotografischer In- und Output sieht diese Woche etwas dünner aus als sonst. Das Wetter spielte nicht mit, und die Kamera blieb öfter in der Tasche. Doch während ich stattdessen Notizbücher füllte, erreichte mich eine Meldung, die mich sprachlos zurückließ: In Brandenburg soll der Themenkomplex „Geschichte der DDR“ aus der gymnasialen Oberstufe gestrichen werden. Herzlichen Glückwunsch – der Weg zurück zum Volksschulniveau im Sinne von „Singen, Turnen, Wandern“ ist damit nur noch einen Beschluss entfernt. Wer braucht schon Aufklärung, wenn man stattdessen die Vergangenheit einfach wegkurieren kann? RBB24 hat es dokumentiert – für alle, die es noch nicht glauben wollen.
Update: Ein offener Brief von verschiedenen Akteuren in Berlin/Brandenburg hat zur Rücknahme dieser Idee geführt und belässt das Paket DDR-Geschichte im Stundenplan.
Bürokratie mit Lächeln: Der Führerschein-Umtausch
Und weil wir gerade bei staatlichen Institutionen sind: Ich war diese Woche bei der Führerscheinstelle, um meinen Führerschein umzutauschen – wie so ziemlich alle dies schon gemacht haben oder noch machen müssen. Was soll ich sagen? Die Mitarbeiterinnen waren sehr, sehr freundlich, der Vorgang unkompliziert, und für 33 € Gebühren wird der neue Führerschein jetzt sogar bequem nach Hause geschickt. Da sieht man mal, wie Bürokratie funktionieren kann, wenn sie will. Danke an dieser Stelle! Befremdlich ist allerdings schon, dass man für eine Dienstleistung, zu der man verpflichtet wird auch noch zahlen muss…
Notizbücher: Meine analoge Cloud
Aber zurück zu den Dingen, die ich tatsächlich beeinflussen kann: meinen Notizbüchern. Ich habe eine kleine Obsession und das wird der eine oder andere Leser wissen – schöne, hochwertige Notizbücher, themenbezogen gefüllt. Eines für „Unentdeckt MV“, eines für Kundenprojekte, eines für spontane Ideen. Warum? Weil ich in der physischen Trennung der Gedanken eine Struktur finde, die mir digital fehlt. Jedes Buch hat seine eigene Energie – und ja, ich sammle sie. Aber nur, weil ich sie nutze.
Markenmagie auf der Autobahn
Eine dieser Ideen entstand – wie sollte es anders sein – beim Autofahren. Ein Kunde, ein Gespräch, und plötzlich: „Warum nicht die Marke sanft neu erfinden?“ Jetzt arbeiten wir an einer organischen Neugestaltung. Faszinierend, wie aus einem Impuls Großes wachsen kann.
„Unentdeckt MV“: Mehr als ein Projekt – eine Einladung
Und dann ist da „Unentdeckt MV“ – mein Herzensprojekt. Eine Plattform für verborgene Orte, ungehörte Geschichten, kreative Köpfe. Ich suche Mitmacher:innen! Fotograf:innen, Autor:innen, Neugierige. Schaut auf scheider.cc/unentdeckt-mv und meldet euch. Jede Perspektive bereichert das Projekt.
Neue Ebenen: Mein erstes „Talking Head“-Video
Diese Woche habe ich auch ein Video produziert – ein Experiment, um meine Inhalte zugänglicher zu machen. Denn Content, der nur eine Zielgruppe erreicht, ist wie eine Geschichte, die nur halb erzählt wird.
Was bleibt?
Eine Woche mit wenig Fotos, aber vielen Gedanken. Mit Notizbüchern, die sich füllen, Marken, die sich entwickeln, und der Gewissheit: Die besten Ideen entstehen oft dort, wo man sie nicht erwartet. Die schlechtesten übrigens auch – siehe Brandenburg.
Bis nächste Woche – und denkt dran: Wer die Vergangenheit ignoriert, wird sie irgendwann wiederholen.

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